In Nordrhein-Westfalen wehren sich weiterhin viele Studenten gegen die Erhebung der Studiengebühren. Wie Sprecher der Allgemeinen Studierendenausschüsse und des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren am Montag in Düsseldorf sagten, ziehe sich das Land zu Kosten der Studenten immer weiter aus seiner Verantwortung zurück. Sie forderten daher die Abschaffung der Studiengebühren.
So habe sich beispielsweise die Lage bei der Raum- sowie Personalnot, trotz der Einführung der Studiengebühren, nicht entspannt, betonten die Studienvertreter. Vielmehr stopften viele Universitäten mit den Einnahmen ihre Haushaltslöcher, welche durch die Kürzungen im Landeshaushalt entstanden seien.
Wie der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren, André Schnepper, sagte, brauche man in NRW nicht weniger, sondern mehr öffentliche Mittel für die Hochschulen. Viele Studenten hätten nach Einschätzung von Schnepper ihr Studium aufgrund der Einführung der Studiengebühren schon aufgeben müssen. Insbesondere sozial schwache und ausländische Studierende seien von den Studiengebühren betroffen. Auch die Möglichkeit, dass Studium mit der Hilfe eines Kredits zu finanzieren, werde von vielen Studenten als abschreckend empfunden.
Weitere Argumente erhalte man zudem durch die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamts, so die Studentenvertreter. Diese zeigten, dass die Zahl der Neueinschreibungen an den Hochschulen lediglich um 3,8 Prozent zugelegt habe. Dabei sei das Wissenschaftsministerium im Oktober noch von mehr als sieben Prozent ausgegangen.
