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BAföG: Zehnprozentige Erhöhung

Die erste BAföG-Erhöhung seit 2002 ist in Sicht. Nach langen Diskussionen hat sich die Koalition darauf geeinigt, das BAföG um zehn Prozent zu erhöhen. Die Erhöhung soll ab dem Wintersemester 2008 gelten. Weiterhin einigte man sich darauf, dass der Elternfreibetrag um acht Prozentpunkte steigen soll.

Der bildungspolitische Sprecher der SPD, Jörg Tauss, sagte laut einem Bericht des Tagesspiegels, dass er damit rechne, dass durch die Änderungen zukünftig weitaus mehr junge Menschen einen Anspruch auf BAföG haben werden.

Aktuell erhalten etwa 500.000 von den insgesamt etwa zwei Millionen Studenten BAföG. Hinzu kommen etwa 320.000 Schüler. Der aktuelle BAföG-Höchstsatz liegt bei 585 Euro. Diesen Höchstsatz erhalten 47,7 Prozent der Geförderten. Durchschnittlich liegt die Förderung bei 376 Euro. Mit der nun geplanten zehnprozentigen Erhöhung würde der Höchstsatz auf 643,50 Euro steigen.

Rolf Dobischat, der Vorsitzende des Deutschen Studentenwerks, zeigte sich erfreut über die Erhöhung. Allerdings kritisierte er, dass diese erst für 2008 geplant sei. In der Zeit kämen weitere steigende Lebenshaltungskosten hinzu, welche wiederum nicht berücksichtigt würden, so Dobischat.

Die Koalition plant für den 16. November den endgültigen Beschluss der Erhöhung im Bundestag. Der Bundesrat muss danach die Erhöhung ebenfalls noch absegnen.

Indes ist sich Jörg Tauss auch sicher, dass es weitere zahlreiche Verbesserungen beim BAföG geben wird. Beispielsweise könnten Studenten mit Kindern Betreuungszuschläge erhalten. Zudem können Studenten zukünftig auch schon ab dem ersten Semester eines Auslandsstudiums im EU-Ausland BAföG beziehen.

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