Zu dem Ergebnis kommt man zumindest in Bayern und in Hessen. Während in Hessen die Zahl der Studierenden lediglich um 800 gesunken ist, steigt die Zahl der Erstsemester in Bayern sogar.
In Bayern steigt die Zahl, trotz der nun fälligen Studiengebühren in Höhe von bis zu 500 Euro, weiter an. Wie der Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) mitteilte, erhöhte sich zum Wintersemester 2007/2008 die Zahl der Erstsemester im Vergleich zum Vorjahresherbst um 7 Prozent auf 50.800. Insgesamt gesehen ließ die Zahl der Studenten an den Universitäten und Kunsthochschulen in Bayern allerdings etwas nach und sank gegenüber dem Wintersemester 2006/2007 um etwa ein Prozent auf 255.000.
Dennoch rechnet Goppel bis 2012 für einen Anstieg um etwa 30 Prozent auf dann insgesamt mehr als 330.000 Studierende. Des Weiteren sieht der Wissenschaftsminister Nachholbedarf beim Ausbau und bei der Erneuerung der Hochschulen. Er bezifferte die hierfür benötigte Summe auf etwa fünf Milliarden Euro.
Auch in Hessen haben die Studiengebühren bislang keinen drastischen Einfluss auf die Zahl der Studierenden. Wie der Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) sagte, sei die Zahl der Studenten nur um etwa 800 gesunken. Insgesamt hätten rund 20.170 Menschen in Hessen zum Wintersemester ein Studium begonnen.
Wie Corts sagte, trügen die Studenten mit den Studiengebühren in Höhe von 500 Euro maximal 25 Prozent der gesamten Kosten ihres Studiums. Er betonte zudem, dass man die Einnahmen aus den Studiengebühren vor allem zur Verbesserung der Lehr- und Studienbedingungen verwenden wolle. In dem Weißbuch listen die Hochschulen auf, wie die zusätzlichen Einnahmen verwendet werden sollen.
Die Studenten, so der Vorsitzende der Konferenz der hessischen Hochschulpräsidenten, Stefan Hormuth, müssten schon vom ersten Studientag an merken, dass es Verbesserungen gebe. Das Geld soll insbesondere für die Anschaffung von neuen Geräten, zusätzlichen Hochschulmitarbeitern und längeren Öffnungszeiten von Bibliotheken verwendet werden.
