Das Deutsche Studentennetzwerk hat laut einem Bericht der “WirtschaftsWoche“ in einer Studie ermittelt, dass mittlerweile mehr als 40 Prozent der Studenten über eine unsichere Finanzierung ihres Studiums klagen.
Nach Meinung des Generalsekretärs des Deutschen Studentennetzwerkes, Achim Meyer, sei das keine gute Grundlage für eine erfolgreiche Bildungspolitik. Die Bildungschancen hingen immer mehr von den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses ab. Junge Menschen aus bildungsfernen oder einkommensschwachen Familien hätten kaum eine Chance auf ein Studium.
Meyer fordert daher eine zügige Anhebung des BAföG-Satzes und zwar um mindestens 10 Prozent. Andernfalls, so Meyer weiter, könne nicht verhindert werden, dass der Erfolg bei Bildung und Studium in Deutschland immer mehr von den sozialen und finanziellen Gegebenheiten abhänge.
Zurzeit wird die Finanzierung des Studiums der deutschen Studenten, laut den Ergebnissen der so genannten Sozialerhebung des Deutschen Studentennetzwerkes, durch drei Säulen gestützt. Allen voran sind hier die Eltern zu nennen, die mit finanziellen Mitteln ihre Kinder während ihres Studiums unterstützen. 90 Prozent der Studenten, so das Ergebnis der Studie, erhalten im Durchschnitt 448 Euro im Monat von ihren Eltern als Unterstützung. Die beiden weiteren Säulen sind Nebenjobs und das BAföG.
Insgesamt, so belegt es die Studie weiter, arbeiten 63 Prozent der Studenten nebenbei, um ihre Haushaltskasse aufzubessern. Bei 57 Prozent davon kann sogar nicht von einer Aufbesserung der Haushaltskasse gesprochen werden, denn diese sind auf das Geld aus den Nebenjobs sogar angewiesen. Ohne könnten sie ihr Studium nicht finanzieren. Im Durchschnitt liegt das Einkommen, welches durch Nebenjobs in die Kassen der Studenten fließt, bei 308 Euro monatlich.
Weiterhin wurde festgestellt, dass seit 1991 die Zuschüsse der Eltern stetig gewachsen sind. Der Anteil des Geldes, das die Eltern ihren Kindern als Unterstützung zukommen lassen, am gesamten Geld, welches den Studenten jeden Monat zur Verfügung steht, liegt hier mittlerweile bei 52 Prozent.
Dagegen sank laut dem Bericht im gleichen Zeitraum die Zahl der Studenten, die von BAföG lebten, von 20 auf heute 14 Prozent. Durch BAföG, welches etwa ein Viertel aller Studenten erhält, kommen durchschnittlich etwa 376 Euro in die Haushaltskasse.

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