Wie schon an vielen anderen Universitäten ist auch an der Frankfurter Goethe-Universität der Boykott der Studiengebühren aufgrund mangelnder Teilnahme gescheitert.
Wie der Allgemeine Studierenden-Ausschuss nun mitteilte, sei die Aktion bei einer Teilnehmeranzahl von 1021 eingestellt worden. Für einen erfolgreichen Boykott wären insgesamt mindestens 6000 Teilnehmer nötig gewesen.
Die Summe über 510.500 Euro, welche von den Teilnehmern auf das Treuhandkonto eingezahlt wurde, wurde an die Universität überwiesen.
Trotz des Scheiterns des Boykotts ginge der Protest gegen die Studiengebühren weiter. Das teilte der Frankfurter Allgemeinen Studierenden-Ausschuss mit. Immerhin sei es immer noch geklärt, ob das entsprechende Gesetz verfassungsgemäß sei. Die Vorsitzende des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses, Anja Engelhorn, sagte laut der FAZ, dass es absurd sei, für das geltende Grundrecht auf Bildung zahlen zu müssen. Daher fordere man von der Landesregierung auch weiterhin die Abschaffung der Studiengebühren.
Erst kürzlich scheiterte der Boykott der Studiengebühren auch an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Hier beteiligten sich lediglich nur 300 Studenten. Dabei wären wenigstens 2200 Teilnehmer nötig gewesen. Als Grund für das Scheitern des Boykotts gab der Allgemeine Studierenden-Ausschuss die Angst vor einer drohenden Exmatrikulation an. In Kassel bot sich ein ähnliches Bild. Eigentlich wären mindestens 3.500 Teilnehmer nötig gewesen, aber nur 790 Studenten wagten den Boykott.
