Das neue Elterngeld, welches im Januar in Deutschland eingeführt wurde, scheint die Lust der Deutschen am Kinderkriegen gesteigert zu haben.
Zumindest kommt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, kurz BI, zu diesem Ergebnis. Wie die “Thüringer Allgemeine“ berichtet, rechne das Institut mit einem Geburtenanstieg sogar noch im laufenden Jahr.
Nachdem die Zahlen, wie schon in den vielen Jahren zuvor, auch 2006 wieder gesunken waren, erkennt das Institut inzwischen eine Trendwende und verzeichnete für das erste Quartal dieses Jahre einen, wenn auch geringen, Anstieg der Geburten von etwa 0,4 Prozent.
Der Experte des Instituts, Steffen Kröhnert, rechnet laut der Tageszeitung damit, dass es 2007 erstmals seit Jahren wieder einen Geburtenanstieg geben wird. Dieser Anstieg wäre in erster Linie auf die Einführung des Elterngeldes zurückzuführen, so Kröhnert.
Nach Angeben des Statistischen Bundesamtes kamen im vergangenen Jahr 13.100 Kinder weniger zur Welt als noch im Jahr zuvor. Insgesamt wurden 2006 etwa 672.700 Kinder in Deutschland geboren. Damit sank die durchschnittliche Kinderanzahl je Frau von 1,34 auf 1,33. 1990 lag dieser Wert noch bei etwa 1,45 Kinder je Frau.
