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Nur wenige Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer

Der Langzeitarbeitslose Henrico Frank hat mit seinen Auftritten in der Öffentlichkeit nach dem Rat von Kurt Beck, er möge sich rasieren und waschen, die Diskussion um einen härtere Gangart gegen „Arbeitsverweigerer“ erneut entfacht.

Für drei Monate wurden ihm nun die Leistungen gekürzt.
Die wenigsten Sanktionen, die von der Bundesagentur für Arbeit verhängt werden, gelangen in eine solch breite Öffentlichkeit. Insgesamt ist es laut unveröffentlichten Zahlen jeder 100. Empfänger von Arbeitslosengeld II, dem die Leistungen gekürzt wurden, weil er einen Job abgelehnt hat. Meldeversäumnisse, also Termine, denen man unentschuldigt fern blieb, führten im November 2006 bei 2,5, Prozent der Empfänger zu einer Kürzung der Bezüge. Seit dem 1. Januar gelten strengere Regeln.

Für Henrico Frank ist das jetzt aber nicht mehr relevant. Der Mann, auf dessen Jacke der Sticker „Arbeit ist Scheiße“ zu lesen war, gehört ab dem 1. Februar zur arbeitenden Bevölkerung. Er nimmt einen Job beim Sender iMusic TV an, wo Bart und Nasenring niemanden stören.

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